Albinismus in Afrika

2018

Unser Albinismus -Projekt im südlichen Afrika hat eine über die Maßen erfreuliche Unterstützung erhalten. Die Fa. Beiersdorf hat meiner Bitte um die kostenlose Bereitstellung von Sonnenschutzcreme entsprochen und 1500 Packungen hochwertige Sonnenschutzcreme gespendet.

Ich habe Frau von Tschirschnitz-Mauer, Brand Manager Eucerin Sun der Fa. Beiersdorf, im Namen von Support Ulm für die großzügige Unterstützung gedankt. Zusammen mit den 1000 Packungen Sonnencreme die unser Mitglied Wally Czernakowski gespendet hat haben wir nunmehr für die nächste Zeit die Versorgung der von Albinismus betroffenen Menschen in unserem Projektbereich sichergestellt.
Die von Beiersdorf gespendete Sonnencreme wurde vom Schwenk Logistik Team übernommen und für den Weitertransport nach Namibia gepackt.

Bezüglich des Albinismus-Projektes wäre als nächstes die Bereitstellung von Sonnenbrillen und Sonnenschutzbekleidung anzugehen.
Geld- und Sachspenden für dieses Projekt sind mehr als willkommen. Ferner planen wir eine öffentliche Informationsveranstaltung zum Thema Albinismus in Afrika Anfang Juni durchzuführen. Eine Terminankündigung wird Anfang März erfolgen.

Liebe Grüße

Heinz Maier

2010

Hohes Hautkrebsrisiko bei Menschen mit Albinismus in Afrika – Support Ulm e.V. finanziert Beratungs- und Behandlungseinrichtung für Betroffene in Otavi (Nordnamibia).

Albinismus ist ein Sammelbegriff für eine angeborene Störung der Biosynthese der Hautpigmente mit einer daraus resultierenden hellen Haut-, Haar- und Augenfarbe. Die Pigmentstörung wird vererbt und tritt weltweit betrachtet mit einer Häufigkeit von 1:20.000 auf. Wenn beide Eltern Träger des Gendefektes sind beträgt die Wahrscheinlichkeit, dass ein Kind erkrankt 25 %.

Neben einem eingeschränkten Sehvermögen weisen Menschen mit Albinismus eine gegenüber UV-Strahlung besonders empfindliche Haut auf und bekommen leichter Sonnenbrand. Durch die fehlende oder hochgradig reduzierte Bildung von Melanin besteht darüber hinaus ein extrem erhöhtes Hautkrebsrisiko.Dies trifft vor allem dann zu wenn die Betroffenen in geographischen Regionen mit hoher Sonneneinstrahlung leben, wie z.B. in afrikanischen Ländern. Leider tritt Albinismus in diesen Ländern besonders häufig auf. Entsprechend liegt die Inzidenz (Häufigkeit) in Afrika nach derzeitigen Schätzungen bei 1: 4000 also ca. 5 mal höher als im Weltdurchschnitt. In Namibia geht man sogar davon aus, dass eines von 3000 Neugeborenen an Albinismus leidet.

Eine Behandlung dieser Erbkrankheit ist bislang nicht möglich. Im Vordergrund medizinischer Maßnahmen stehen Aufklärung und Beratung der betroffenen Personen und vor allem die Prävention von Sonnenbrand und damit letztendlich von Hautkrebserkrankungen durch wirksame Sonnenschutzmaßnahmen.

Support e.V. hat in der Kleinstadt Otavi in Nordnamibia eine Beratungs- und Behandlungsstelle für an Albinismus erkrankte Menschen aufgebaut. Die Einrichtung ist im kürzlich eröffneten Otavi Health Center untergebracht. Im sogenannten Albino Corner erhalten die von Albinismus betroffenen Namibianer neben einer gründlichen Präventionsberatung kostenlos Sonnenschutzcreme, Sonnenbrillen sowie spezielle Sonnenschutzbekleidung die der Ulmer Verein in einer kleinen Textilfirma vor Ort herstellen lässt.

Besonders kostenintensiv bei hohem Bedarf ist die Bereitstellung von Sonnencreme. Erfreulicherweise konnte Support e.V. dank großzügiger Spenden diesbezüglich einen wichtigen Beitrag für die Versorgung der betroffenen Namibianer leisten: So stellte der Inhaber der Ulmer Hirsch Apotheke, Herr Dr. Benz, 500 Tuben hochwertige Sonnencreme im Wert von 2500 Euro zur Verfügung. Seitens der Bundeswehr wurden weitere 2000 Tuben Sonnencreme im Rahmen der humanitären Hilfe bereitgestellt. So konnten ca. 125 kg Sonnencreme im Wert von ca. 7.500 Euro Anfang August 2010 in Otavi übergeben werden. Für die Anschaffung von Sonnenschutzbekleidung und Sonnenbrillen wurden weitere 6000 Euro bereitgestellt.

Wie alle Menschen die andersartig sind haben Menschen mit Albinismus ein erhöhtes Risiko ausgegrenzt und diskriminiert zu werden. Die trifft vor allem innerhalb dunkelhäutiger Populationen zu, bei denen dieser Unterschied deutlich augenfälliger wird. In diesen Ländern werden Betroffene häufig mit absurden Vorurteilen konfrontiert. Einerseits stehen sie in Verruf Unglück zu bringen. Andererseits ist in jüngster Zeit in einigen afrikanischen Ländern der Aberglaube aufgekommen, dass sie über Wunderkräfte verfügen. Dies führte dazu das Albinos getötet wurden um aus ihren Körperteilen „Zaubermittel“ herzustellen, die zu sexueller Potenz und Reichtum verhelfen sollen. Die absurde Vorstellung, dass Geschlechtsverkehr mit Albinos eine HIV-Infektion zu heilen vermag, führt immer wieder zur Vergewaltigung von betroffenen Frauen und Kindern.

Support Ulm e.V. möchte mit der Einrichtung der Beratungs- und Behandlungsstelle in Otavi einen Beitrag zur Verbesserung der gesundheitlichen Situation der von Albinismus betroffenen Menschen in Nordnamibia leisten. Ziel ist es einerseits in Zusammenarbeit mit den dortigen staatlichen Gesundheitsbehörden die Inzidenz an Hautkrebserkrankungen zu senken. Andererseits möchte der Verein hierzulande auf besondere Situation von Albinos auf dem schwarzen Kontinent hinweisen und die Bevölkerung zur Unterstützung dieser Menschen aufrufen.

Neben Geldspenden sind Sachspenden, wie z.B. Sonnenbrillen und Sonnenschutzcreme (Lichtschutzfaktor 30) willkommen.

Spenden

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