Ulmer Hilfe für Donaustadt Orsova

Support Ulm e.V. unterstützt Krankenhaus

Die medizinischen Projekte die Support Ulm e.V. in den letzten 7 Jahren durchgeführt hat haben verdeutlicht wie dringend in den Ländern der Dritten Welt Hilfe benötigt wird und wie dankbar die Unterstützung aus Ulm / Neu-Ulm angenommen wird.

Aber nicht nur in der Dritten Welt finden sich Besorgnis erregende medizinische Verhältnisse sondern auch direkt vor unserer Haustüre, nämlich in Rumänien.
Aus diesem Grund hat sich der Ulmer Verein entschlossen nach Projekten in Afghanistan, Eritrea, Jordanien und Namibia auch medizinische Hilfe in Rumänien zu leisten.
In Zusammenarbeit mit der Kulturbürgermeisterin der Stadt Ulm Fr. Mayer Dölle und Herrn Rill, vom Donauschwäbischen Zentralmuseum, wurde ein geeignetes Projekt, nämlich das dringend saniierungsbedürftige Krankenhaus in Orsowa, ausgewählt.

Orsowa liegt an der Donau, kurz hinter dem “Eisernen Tor” und hat knapp 20.000 Einwohner. Die Stadt hat eine bewegte Geschichte und schon seit dem Mittelalter Berührungspunkte mit deutscher Kultur. Bereits 1430 siedelten sich hier die Ritter des Deutschen Ritterordens an.

Noch im Jahre 1910 lag der Anteil der deutschen Bevölkerung bei immerhin 36 %.
Das Krankenhaus das für die klinische Versorgung der Menschen in Orsowa und den umliegenden Gemeinden verantwortlich zeichnet, befindet sich in einem desolaten baulichen Zustand. Reparaturbedürftige, unhygienische sanitäre Einrichtungen und zugige Fenster ohne ausreichende Isolierung sind neben einer mangelhaften apparativen medizinischen Ausrüstung symptomatisch für die derzeitige Situation rumänischer Krankenhäuser in strukturschwachen Regionen.

Support Ulm e.V. hatte sich Ende 2010 entschlossen die Finanzmittel für die bauliche Sanierung einer Krankenstation der Klinik bereit zustellen. Innerhalb von 3 Monaten wurden Fenster und Türen sowie Duschen und Toiletten erneuert und die Wände gestrichen. Um Kosten zu sparen beteiligten sich Dr. Lucian Vadastraneu, der Chefarzt des Krankenhauses und das Klinikspersonal mit großem Einsatz an den Sanierungsarbeiten. Mit 15.000 Euro (reine Materialkosten) wurden durch den Einsatz der Menschen vor Ort infrastrukturelle Verbesserungen erzielt die in westlichen Industrieländern ein Vielfaches gekostet hätten. So konnte zunächst zumindest in einer chirurgischen Krankenstation Verhältnisse geschaffen werden die europäischem Standard nahe kommen.

Eine Abordnung von Support Ulm, die auf der Ulmer Schachtel „Ulma“ 2011 die Donau von Mohacs bis Orsova unter Führung von Kapitän Jürgen Dangel befuhr, konnte sich von dem Erfolg des Projektes, das in der Bevölkerung vor Ort großen Anklang gefunden hat, persönlich überzeugen. Wie Dr. Vadastreanu mitteilte bitten die Patienten der Klinik mittlerweile darum nach Möglichkeit in der „Ulmer Krankenstation“ behandelt zu werden.
Die Freude über die dankbar angenommene Hilfe kann und darf jedoch nicht über die Tatsache hinwegtäuschen, dass im Krankenhaus Orsova noch vieles im Argen liegt. Die anderen Krankenstationen befinden sich z.T. in einem desatrösen Zustand.

In Orsova gibt es noch viel zu tun. Einerseits sind weitere Renovierungs- und Instandsetzungsarbeiten notwendig. Andererseits fehlen medizinische Geräte, Medikamente und Verbandsmaterial und ein Krankenwagen um schwerstkranke Patienten in spezialisierte Kliniken zu transportieren. Seitens der staatlichen Stellen stehen jedoch keine ausreichenden Finanzmittel zur Verfügung. Aus diesem Grund hat sich Support Ulm e.V. entschlossen weitere Hilfe zu leisten. Mittlerweile wurden weitere 15.000 Euro an Spenden für die Renovierung der zweiten chirurgischen Krankenstationbereitgestellt die diesmal der Bevölkerung vor Ort als „Neu-Ulmer Station“ präsentiert wurde.

Mit Unterstützung der Audi-Niederlassung Ulm konnte ein gebrauchter Rettungswagen instand gesetzt werden der zusammen mit einer Geldspende für die Renovierung der Krankenstation am 06.06.2012 am Donauschwäbischen Zentralmuseum Dr. Vadestreanu übergeben wurde. Es ist vorbildlich und beispielgebend, dass Mitarbeiter u. v. a. Lehrlinge des Auto-Hauses Held u. Ströhle in Ihrer Freizeit an der Instandsetzung des Krankenwagens mitgearbeitet haben. Bemerkenswert ist auch die Tatsache, dass die neue Signalanlage für den Wagen bei der Fa. Lorch von Herrn Ott, einem Monteur gebürtig aus der Region Orsowa, mit großem Engagement kostenfrei installiert wurde.

Ein weiteres Zeichen der Ulmer / Neu-Ulmer Solidarität mit den Menschen in Orsowa setzte das Bayerische Rote Kreuz, das medizinisches Material für Orsowa gesammelt hat. Der Kreisgeschäftsführer des BRK Herr Stefan Kast übergab im Rahmen der Veranstaltung am 06.06 dieses Material an Dr. Vadestreanu.

Mittlerweile ist dringender Reparaturbedarf im Bereich der Krankenhausheizung und der elektrischen Anlage des Krankenhauses aufgetreten. Support Ulm hat hierfür weitere 15.000 Euro bereitgestellt.

Mit dieser Hilfsaktion verfolgte Support Ulm e.V. einerseits die Absicht den Menschen in Orsowa helfen. Andererseits sollte ein Signal für den weiteren Ausbau der Solidarität und Hilfsbereitschaft unter den Menschen in den Donaustädten gesetzt werden. Die jedes Jahr in Ulm stattfindenden Donaufestivitäten sind sicher wichtig für die Beziehungspflege zwischen den Donaustädten. Sie müssen durch gezielte Hilfsmaßnahmen aus der Bevölkerung und vor allem der Länder und Gemeinden ergänzt werden.

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